UXUS Die tanztheatrale Circle-Installation zum Thema "Verwundete Orte" -
"Das verlorengegangene Ritual" ist in einer Kooperative mit Schloss Lind -
Das andere Heimatmuseum und GE(H)ZEITEN entstanden. UXUS bewegt sich in einem
Raum des Erinnerns, des Erlebens und des Wahrnehmens von Urbildern. UXUS
lädt das Publikum zu einer interseelischen - rituellen - spirituellen Rundreise ein.
Diese Rundreise führt kreisförmig durch verschiedene Stationen, die einzelnen Stationen bilden
jeweils einen thematischen Schwerpunkt. Durch den dialogischen Charakter der Installation
kann das Publikum Tanz, Sprache und Gesang ähnlich einer virtuellen Reise durch den eigenen
erinnernden Seelenraum erleben. UXUS knüpft unmittelbar an Emotionen und
kollektiven Erinnerungen an, um zu einer assoziativen Verkettung von archaischen Bildern zu
führen.
Der "natürliche" Außenraum um Schloss Lind wird in acht Hauptstationen gegliedert.
Mehrere kleinere Stationen und der komplette Kreisgesang sind so in die Inszenierung
eingewoben, dass sie einen Leitfaden durch die Hauptstationen darstellen und immer mehr
in den Gebäudekomplex des Schlosses hineinführen. Während die acht Hauptstationen in einer
chronologischen Ordnung gespielt werden, können die kleineren Stationen überlappend oder knapp
versetzt zu den Hauptstationen laufen. Das Gebäude selbst stellt einen eigenen Schwerpunkt dar
und wird auch als solcher "begehbar" gemacht. In einer zyklischen Entwicklung kehrt das von
außen Kommende immer tiefer in das Innere zurück. Am Abschluss dieser "Prozession" steht
das Mahnmahl mit dem Grande Finale.
Das Mahnmahl als inszeniertes Ess- und Trinkgelage, bezieht in seiner Indiskretion dem
menschlichen Gegenüber das Publikum hautnah mit ein. Im Grande Finale steigert sich das
Gefühlshafte zu einer vom gesamten Chor getragenen Arie.
UXUS fordert sein Publikum auf, aktiver Gast zu sein und sich auf ein
anderes Sehen, Wahrnehmen und Erleben von (Sinnes-)Eindrücken einzulassen. Unterstützt wird
dieser Prozess des Sicheinlassens durch ein unmittelbares Miteinbeziehen des Publikums.
- behind me - ist eine tanzdramatische Performance über das Menschsein und über das
Beziehungsgeflecht, das sich in und während der verschiedensten Begegnungen entspinnt.
- behind me - untersucht die Wechselwirkung und den Grenzgang zwischen dem, was den
privaten Menschen und dem, was den öffentlichen Menschen ausmacht.
Mona May bedient sich einer reaktiven, spontan entstehenden Bewegungssprache, die durch
die im Raum enstehenden Geräusche, ausgelöst wird. Es kommt zur Interaktion zwischen
Publikum. Sängerin und Darstellerin. Kleine musikalische Sequenzen, live gesungen oder
eingespielt, bilden einen eigenen Aktionsfreiraum. Sie sind wie Oasen oder auch Stationen
auf dieser Reise ins Unbekannte.
in wait to be seated werden 12 stühle als
symbol träger der konventionen und der normen
zu den sitz- und bewegungspartnern der
akteurinnen. : wie wirken sich die werte der
normen und konventionen auf das Individuum
aus, wie weit aber sind sie wichtiger träger
von stabilität, schutz und sicherheit für
die/den einzelne/n, der normierende gestus
wirkt zersetzend auf die person des einzelnen
und wird in wait to be seated genauso seziert
wie dem wunsch nach einer lebendigen kräftigen
gemeinschaft und verbindenden werten nachgespürt wird.