Produktionen 2001


UXUS
28. Juli (Premiere), 4. und 25. August., 1. und 15. September 2001, Baustelle Schloss Lind
Beginn jeweils 21 Uhr, Dauer ca. 4 Stunden

UXUS Die tanztheatrale Circle-Installation zum Thema "Verwundete Orte" - "Das verlorengegangene Ritual" ist in einer Kooperative mit Schloss Lind - Das andere Heimatmuseum und GE(H)ZEITEN entstanden. UXUS bewegt sich in einem Raum des Erinnerns, des Erlebens und des Wahrnehmens von Urbildern. UXUS lädt das Publikum zu einer interseelischen - rituellen - spirituellen Rundreise ein.
Diese Rundreise führt kreisförmig durch verschiedene Stationen, die einzelnen Stationen bilden jeweils einen thematischen Schwerpunkt. Durch den dialogischen Charakter der Installation kann das Publikum Tanz, Sprache und Gesang ähnlich einer virtuellen Reise durch den eigenen erinnernden Seelenraum erleben. UXUS knüpft unmittelbar an Emotionen und kollektiven Erinnerungen an, um zu einer assoziativen Verkettung von archaischen Bildern zu führen.

Der "natürliche" Außenraum um Schloss Lind wird in acht Hauptstationen gegliedert. Mehrere kleinere Stationen und der komplette Kreisgesang sind so in die Inszenierung eingewoben, dass sie einen Leitfaden durch die Hauptstationen darstellen und immer mehr in den Gebäudekomplex des Schlosses hineinführen. Während die acht Hauptstationen in einer chronologischen Ordnung gespielt werden, können die kleineren Stationen überlappend oder knapp versetzt zu den Hauptstationen laufen. Das Gebäude selbst stellt einen eigenen Schwerpunkt dar und wird auch als solcher "begehbar" gemacht. In einer zyklischen Entwicklung kehrt das von außen Kommende immer tiefer in das Innere zurück. Am Abschluss dieser "Prozession" steht das Mahnmahl mit dem Grande Finale.
Das Mahnmahl als inszeniertes Ess- und Trinkgelage, bezieht in seiner Indiskretion dem menschlichen Gegenüber das Publikum hautnah mit ein. Im Grande Finale steigert sich das Gefühlshafte zu einer vom gesamten Chor getragenen Arie.
UXUS fordert sein Publikum auf, aktiver Gast zu sein und sich auf ein anderes Sehen, Wahrnehmen und Erleben von (Sinnes-)Eindrücken einzulassen. Unterstützt wird dieser Prozess des Sicheinlassens durch ein unmittelbares Miteinbeziehen des Publikums.

Das Team:
Einladung und Veranstalter
Baustelle Schloss Lind, Das Andere Heimatmuseum
8820 St. Marein bei Neumarkt
Aramis und Britta Sievers
Idee / Konzept / Texte / Inszenierung / Choreografie
Mona May
Komposition / Sounddesign / Klangkulisse
Michael Merkusch
Komposition Grande Finale
Sabine Krois, Michael Merkusch
Musikalische Mitarbeit
Christian Dangl
Darsteller/innen
Alice Hagg, Armin Ruckerbauer, Arnoud Buitenhuis, Gernot Rieger, Ida Gruber, Mark J. Hellgoth, MartinSailer, Miriam Henisch, Mona May, Renate Cziglar, Sabine Krois, Sandra Urbans
Gesang
Sabine Krois, Sandra Urbans
Gongs
Christian Dangl
Percussion
Jens Gasser, Hans Christian Leitinger
Flötistin
Sandra Urbans
Licht / Technik
Michael Kmölniger
Tontechnik
Michael Merkusch
Pyrotechnik
Gruberwerkfeuer, Herr Stelzl
Kostüm / Ausstattung
Gertrud Wojta
Visagist
Bernd Adamer
Video
Dietmar Egle
Supervision
Klaudia Reichenbacher
Sprachtheatrale Mitgestaltung
Alexander Mitterer
Produktionsleitung
Sabine Fuchs, Aramis und Britta Sievers
behind me
2. Juli 2001, KULTURZENTRUM BEI DEN MINORITEN; Graz

- behind me - ist eine tanzdramatische Performance über das Menschsein und über das Beziehungsgeflecht, das sich in und während der verschiedensten Begegnungen entspinnt.
- behind me - untersucht die Wechselwirkung und den Grenzgang zwischen dem, was den privaten Menschen und dem, was den öffentlichen Menschen ausmacht.
Mona May bedient sich einer reaktiven, spontan entstehenden Bewegungssprache, die durch die im Raum enstehenden Geräusche, ausgelöst wird. Es kommt zur Interaktion zwischen Publikum. Sängerin und Darstellerin. Kleine musikalische Sequenzen, live gesungen oder eingespielt, bilden einen eigenen Aktionsfreiraum. Sie sind wie Oasen oder auch Stationen auf dieser Reise ins Unbekannte.

Konzept, Performance: Mona May
Stimme, Gesang: Sabine Krois
wait to be seated
zeitgenössischer tanz im visier
5., 6., 7. Juni 2001, Aula der kf.uni.graz (in Kooperation mit uniT)

wait to be seated (jpg) in wait to be seated werden 12 stühle als symbol träger der konventionen und der normen zu den sitz- und bewegungspartnern der akteurinnen. : wie wirken sich die werte der normen und konventionen auf das Individuum aus, wie weit aber sind sie wichtiger träger von stabilität, schutz und sicherheit für die/den einzelne/n, der normierende gestus wirkt zersetzend auf die person des einzelnen und wird in wait to be seated genauso seziert wie dem wunsch nach einer lebendigen kräftigen gemeinschaft und verbindenden werten nachgespürt wird.

d.müller g.klüver-pfandmer j.raffel j.laggner l.morawetz m.nestroy m.miljkovic r.koller s.strauss s.krampl s.laggner v.oberleitner