Produktionen 2003


vivace4
4.und 7. Dezember 2003, 26.und 27. März 2004

vivace4 ist ein abstraktes, dynamisches Tanzstück für vier Tänzer/innen. Durch die komplexen tänzerischen Strukturen und die räumliche Konzeption wandeln sich die Tänzer/innen und der Raum in einem steten Fluss. Die Körper der Tänzer/innen erscheinen gleichsam skulptural oder segmentiert, nie aber in einer festgeschriebenen Form festgehalten.
Das spritzige, rhythmische, raumergreifende Bewegungsvokabular mutet an, wie das energetisierende Drehen der Derwische, das den Raum in Bewegung geraten lässt.

Choreografie:
Mona May
Tanz:
Elisabeth Cartellieri
Mona May
Veronika Mayerböck
Eva Stoisser
Musik:
Nicolas Pannetier/ "NIco 2"
felicitas schwebt
5., 8., 15. und 19. November 2003

felicitas schwebt - eine raumtheatrale Tanzperformance der Company I für 5 Tänzerinnen im Rahmen des Architekturprojektes "Sonnenaufgang im Tetrapack" von der Gruppe k´box am Grazer Südtirolerplatz.

Choreografische Gestaltung:
Mona May
Tanz:
Elisabeth Cartellieri
Veronika Mayerböck
Mona May
Christine Scherzer
Eva Stoisser
Musik:
Tom Bergner
Licht
Gruppe k´box
ausgenetzt
27. bis 30. Mai 2003, uni-T.conTner, Graz (in Kooperation mit uniT)

Ein Raum als leeres, hohles Gebilde - wir betreten ihn - und begeben uns auf eine Suche. Wonach? Identität? Einen Platz in der Gesellschaft zu finden? Welchen? Wir spannen unser Netz aus Ideen und Wünschen, umgarnen die anderen oder durchtrennen die Fäden der Verbundenheit. Was wird uns durch und durch zur Erfüllung werden können? Was ist das (Lebens-)Ziel, der Sinn und wer sind die anderen in diesem Spiel um Platz und Identität? Zerrissenheit ... ein Teufelkreis ... es rumort in den Köpfen ... die denken, kalkulieren, streben, erkennen, schauen aus Augenhöhlen, Blicke treffen auf andere Blicke. Da steht schon einer oder ist es eine? Hände greifen nach anderen Händen ... oft vergebens ... entgleiten sie uns wieder... Eine Schulter lehnt sich sacht an eine andere, dann fallen Leiber zu Boden. Stürzen. Wir gehen im Kreis und kehren zu unserem Ausgangspunkt zurück. Diametral durchqueren wir die Spirale des Raumes oder eines sozialen Gefüges ... Wir gehen, suchen, irren; doch es kann sein, dass wir während eines Atemzuges unvermittelt stehen bleiben und das Netz, das uns schützend umgibt, reißt ... offenen Mundes bleiben wir in einem Vakuum zurück ... erneut strömt Atem in unsere Lungen ein.

ausgenetzt
Choreografie:
Mona May
Tanz:
Elisabeth Cartellieri
Verena Hagmüller
Veronika Mayerböck
Ute Schachinger
Christine Scherzer
Eva Stoisser
Barbara Weber
Musik:
Reinhard Uttenthaler (Percussion)
Bernhard Wedl (Bass, Cello, Sounds)
Mahnmahl
15. und 21. März 2003 und 26. März 2004 im Rahmen des Tete-a-Tete, Graz

Die Gäste (das Publikum) sind geladen und sitzen mit den Akteuren an einer festlich gedeckten Tafel ... Wein wird kredenzt ... es wird monologisiert und dialogisiert ... "Schmeckt er süß der Wein?" Ein zelebrierter Trunkspruch unterbricht die Monologe und Dialoge und leitet jeweils einen Themenwechsel ein. Die Haupttexte des Mahnmahls sind so aufgebaut, dass sich die Themen Sinnlichkeit, Sitten, Sexualität, Tötung und Frieden immer mehr verflechten. Die Tischgespräche folgen einem strengen Zeremoniell.

Einmal hat mich einer gefragt: "Was tun Sie mit Ihrer Freiheit?" Ich schüttelte nur den Kopf, ich wusste ja nicht, wovon er sprach!

Inszenierung:
Mona May
Schauspieler/innen:
Christian Heuegger
Uschi Litschauer
Gernot Rieger
Christine Scherzer / Julia Schwarz
Sängerin:
Sabine Krois
Komposition:
Michael Merkusch / Sabine Krois
Texte
Mona May
Bodenzyklus
13., 14. und 27. März

Der Bodenzyklus ist ursprünglich eine bewegungsanalytische Studie. Er ist aus der Intention entstanden, eine kontemplative tänzerische Trainingseinheit zu gestalten, die den Ausübenden ermöglicht in aufeinander abgestimmten Bewegungsfolgen - im Sinne der Organisch-Organisierten Bewegung - ihr tänzerisches Wissen und die körpertechnischen Fähigkeiten in sensibler Weise zu vertiefen und zu erweitern.
Das gesamte Bewegungsmaterial, die Art und Weise woraus und wie es sich entwickelt, wie es sich im temporalen Ablauf verhält, entspringt dem Gedanken, dass Tanz unter anderem das Joga des Westens ist. In seiner Weiterentwicklung nimmt der Bodenzyklus eine eigenständige Ästhetik an, die mehr einer durchkomponierten Choreografie gleicht, als einer Trainingseinheit. Es entsteht ein weiches, sich in den Raum schmiegendes Bewegungsbild.

Entwicklung und Choreografische Gestaltung:
Mona May
Tanz:
Company I
Elisabeth Cartellieri, Veronika Mayerböck, Mona May, Eva Stoisser, Christine Scherzer
Musik:
Balanescu Quartett
- 1 + 2 beraumen
14. und 21. März 2003 im Rahmen des Tete-a-Tete, Graz

... ein Duett ... zwei Tänzerinnen und ihre synchronisierten Bewegungsabläufe ergeben einen sich stetig wandelnden Raum, in dem tänzerisch-architektonische Plastizität ensteht.

Idee / Choreografie
Mona May
Tanz
Elisabeth Cartellieri
Christine Scherzer
Ute Schachinger
Musik
haematom
Licht
Veronika Mayerböck

Mit zwei Tänzerinnen stehen sich zwei Körperräume gegenüber, wobei jede einzelne ein in sich abgegrenztes Wesen hat, das es zu verlassen gilt, um ein Ineinanderfließen - einen gemeinsamen Raumfluß - zu ermöglichen. Der Kompromiss als Fließgrenze 2er verschiedener Körperräume. Das Verlassen der wesenseigenen Abschottung (=-1) um gemeinsam (=+2) zu "beraumen". (Veronika Mayerböck)