
Foto. Lena Gföllner. Foto+Grafik. Eva Postl
Die Ge(h)zeiten-Produktion quer besteht aus fünf einzelnen Stücken, die zusammen ein Ganzes bilden.
Rositta Wokoma über den Entstehungsprozess der Produktion quer:
"Jede der Tänzerinnen hatte völlige künstlerische Freiheit im
Austausch mit den anderen Mitwirkenden. Die einzelnen Choreographien
entstanden in Auseinandersetzung mit uns als Tänzerinnen, Menschen,
Frauen, einem Miteinander und Gegeneinander, auf der ständigen Suche
nach unseren Positionen, in einem Spannungsfeld zwischen Konsens und
Dissens."
SpacioTime legt einen Raster über eine Lebensgeschichte und zeigt daraus Ausschnitte in unterschiedlichen Abstraktionsgraden. Den gestalterischen Rahmen dieser TanzPerformance bildet ein zeitlicher Raster von 10 einminütigen Bildern, in welchen Auszüge aus Lebensgeschichten in konkreten performativen Handlungen der teilnehmenden Protagonistinnen, durch abstrahierende visuelle Elemente und vor allem durch die künstlerische Ausdruckskraft des Tanzes dargeboten werden.
Choreographie+Tanz. Eva Postl.
Tanz. Soma Stefanie Hierzer. Kollfrau.Rositta Wokoma.
Musik+Sound. Nimai. Kulku. Eva Postl.
Es ist Frühling, ein sanfter Wind weht, Apfelblüten regnen. Etwas wird berührt, in einem Moment des Staunens wird die Tänzerin tief nach Innen getragen. Sie versucht das Unsagbare auszudrücken, erzählt von Verschmelzung und Ekstase. Ihr Tanz wird zur Liebeserklärung, zu einem Lied der Dankbarkeit und Hingabe.
Choreographie+Tanz. Soma Stefanie Hierzer.
Musik. Gymnopédie No.1 von Erik Satie.
Die Geschichte einer Frau, die auf der Suche nach einem Geborgen und Angekommen sein bis weit über ihre Grenzen geht. Einsamkeit und Erschöpfung enden im Zusammenbruch. Die Totalität des Gefühls lässt sie nicht entkommen. Sie muss es durchgehen, durchstehen, um die Relativität ihrer Geschichte zu erkennen.
Choreographie+Tanz. Rositta Wokoma.
Stimme. Soma Stefanie Hierzer. Kollfrau.
Percussion. Samaroh Taneja.
Begeisterung und Leidenschaft können im Laufe des Lebens verloren gehen. In diesem Tanzstück werden sie wieder erweckt. Eine Straßenkehrerin verrichtet monoton ihre Arbeit. Ungesehen und unbeachtet kehrt sie. Bis sie sich die Freiheit nimmt zu tanzen. Plötzlich wird sie gesehen.
Choreographie+Tanz. Kollfrau.
Tanz. Soma Stefanie Hierzer. Eva Postl. Rositta Wokoma.
Komposition+Sound. Gerald Pink.
In vivace entstehen - durch eine strenge, formale choreografische Anordnung der einzelnen Bewegungssequenzen und der räumlichen Nutzung - bewegungsarchitektonische Bilder. Durch die komplexen tänzerischen Strukturen und die räumliche Konzeption, wandeln sich die Tänzerinnen und der Raum in einem steten Fluss. Die Körper der Tänzerinnen erscheinen gleichsam skulptural und segmentiert, nie aber in einer festgeschriebenen Form erstarrt. Das spritzige, rhythmische raumergreifende Bewegungsvokabular mutet an, wie das energetisierte Drehen der Derwische, das den Raum in Bewegung geraten lässt.
Choreographie. Mona May.
Tanz. Soma Stefanie Hierzer. Rositta Wokoma.
Komposition+Sound. Thomas Bergner.